Straußenküken

Klein-Afrika in Deutschland – Infofahrt zur Straußenfarm Gemarkenhof Remagen

Mehr als 70 Mitglieder unseres Vereins treffen sich am Samstag, den 12.09.2015 an der Kirche in Gey, um zur Straußenfarm Gemarkenhof nach Remagen zu fahren und sich über die Straußenzucht in Deutschland zu informieren.
Ankunft in der Straußenfarm
Ankunft in der Straußenfarm

Mit zwei Bussen, einem großen und einem kleinen, fahren wir um 08:00 Uhr morgens los. Nach knapp eineinhalb Stunden Fahrt treffen wir an der Straußenfarm ein.

 

Zug durch die Straußenfarm
Zug durch die Straußenfarm

Gegen 10:45 Uhr steht der als Lokomotive getarnte Traktor mit den angehängten Wagen bereit, der uns durch das riesige Gelände der Straußenfarm chauffieren soll.

Vortrag über die Straußen-Ehe
Vortrag über die Straußen-Ehe

An der ersten Station werden wir über das Eheleben der Straußen aufgeklärt. Der Mann (schwarzes Federkleid) hat eine Ehefrau (Haupthenne) und eine oder mehrere Geliebte (Nebenhennen). Die Hennen sind graubraun gefiedert. Sie  legen alle Eier in eine gemeinsame Brutgrube. Allerdings werden sie nur vom Hahn und der Haupthenne ausgebrütet. Dabei bugsiert die Haupthenne die Eier ihrer Nebenbuhlerinnen an den Rand und ihre eigenen in die Mitte des Geleges. Eier, die nicht mit dem ganzen Körper bebrütet werden können, werden aus dem Gelege entfernt.

Herr Strauß
Herr Strauß
Frau Strauß
Frau Strauß

 

 

 

 

 

Bahnfahrt durch die Straußenfarm
Bahnfahrt durch die Straußenfarm

Weiter geht es zur nächsten Station, wo uns weit mehr Vögel  erwarten. Straußen fressen überwiegend pflanzliche Kost, aber eben auch anderes. Da sie keine Zähne haben, können sie ihre Mahlzeit nicht zerkleinern. Deshalb verschlucken sie auch Steine, die das Fressen im Magen zerkleinern/zermahlen. Straußen verschlucken auch gerne glänzende Dinge, wie Schmuck und Brillen etc., weshalb man nur mit Vorsicht an die Zäune gehen soll.

Straußen-Neugier
Straußen-Neugier
Straußen-Neugier
Straußen-Neugier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Legende nach soll ein bekannter Hamburger Zirkus- und Zoodirektor deshalb so reich geworden sein, weil er Straußen in Afrika tötete und die Diamanten aus deren Mägen gesammelt hat.

 

Straußen-Attacke
Straußen-Attacke
Straußen-Attacke
Straußen-Attacke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Straußenfuß
Straußenfuß

Da die Straußenschnäbel harmlos sind, brauchen die Vögel zur Verteidigung eine andere Waffe. Das sind ihre Füße, mit denen sie einen Feind durchaus töten können.

 

 

Während in Afrika die Haut der Straußen begehrt ist, um daraus Leder zu machen, ist es bei uns das Fleisch des Vogels, das in Afrika wiederum kaum eine Rolle spielt.

Straußenfütterung
Straußenfütterung

In einem gesonderten Gehege befinden sich die Jungvögel, die noch keine 12 Monate alt sind.

Junge Strauße
Junge Strauße

Nun fahren wir zu den ganz kleinen Küken, die sofort die Herzen aller Besucher gewinnen.

Straußenküken
Straußenküken

 

Brutschrank mit Straußeneiern
Brutschrank mit Straußeneiern

Im Brutraum steht der Brutofen mit den riesigen Straußeneiern. Wir lernen, dass die Eierschale von den Küken selber nicht geöffnet werden kann. Irgendwann, nachdem die Lungenatmung eingesetzt hat, wird der Sauerstoff im Ei knapp. Durch den Sauerstoffmangel  hypertrophieren insbesondere die Nackenmuskeln (Übergröße der Muskeln). Hierdurch und mit Hilfe der Beine ist das Küken in der Lage, das Ei zu sprengen. Von innen aufpicken kann das Straußenküken, im Gegensatz zu anderen Vögeln, das Ei nicht. Das noch vorhandene Dotter wird (wie bei anderen Vögeln auch) über die Nabelschnur in den Magen eingesogen und dient in der ersten Zeit als Nahrung für den Jungvogel, bis er selbst in der Lage ist, Nahrung zu suchen.

Frisch geschlüpft
Frisch geschlüpft

Im „eckigen Kreißsaal“, einem Schrank, in dem die Jungen schlüpfen, befinden sich einige frisch geschlüpfte Vögel. Eines der Tiere wird uns ganz nah gezeigt und wir dürfen es streicheln. Die kleinen, dicken Beinchen sind voller Wasser, das ebenfalls für das Überleben des Kükens wichtig ist.

Straußenküken
Straußenküken

Mehr Experten-Infos zur Straußenzucht kann man hier nachlesen: Teil 1 (allgemeine Einführung)  und Teil II (der interessantere Teil).

 

Mittagessen in der Straußenfarm
Mittagessen in der Straußenfarm
Mittagessen in der Straußenfarm
Mittagessen in der Straußenfarm
Mittagessen in der Straußenfarm
Mittagessen in der Straußenfarm

Beim anschließenden Mittagessen können wir uns von der Schmackhaftigkeit des Straußenfleisches überzeugen. Als Vorspeise gibt es Brot mit leckerem Straußen-Schmalz und zur Hauptmahlzeit Lebergeschnetzeltes, Markklößchen, Geschnetzeltes und Fleisch vom Straußenhals. Dazu Spätzle, verschiedene Gemüse und Salate. Alles sehr lecker. Für Straußenfleisch-Verweigerer gibt es auch Schweineschnitzel mit Jägersoße. Auch die süße Nachspeise ist straußenfrei.

 

 

 

 

 

Mittagsbuffet in der Straussenfarm
Mittagsbuffet in der Straussenfarm
Salate und Dressings
Salate und Dressings
Brokkoli, Rotkohl, Reis und Spätzle
Brokkoli, Rotkohl, Reis und Spätzle

 

Lebergeschnetzeltes, Klößchen, Schweineschnitzel und Jägersoße
Lebergeschnetzeltes, Klößchen, Schweineschnitzel und Jägersoße
Straußenhals, Geschnetzeltes vom Bein in heller Soße, Klöschen und Lebergeschnetzeltes
Straußenhals, Geschnetzeltes vom Bein in heller Soße, Klöschen und Lebergeschnetzeltes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Hofladen können wir dann noch Straußenfleisch und –wurst kaufen oder auch Straußen-Andenken in jeglicher Form (z.B. ausgeblasene Straußeneier, Staubwedel aus Straußenfedern usw.) erstehen. Übrigens kann man viele Artikel auch über das Internet erwerben: Straußenfarm Gemarkenhof.

Am Rhein bei Remagen
Am Rhein bei Remagen
Apollinariskirche Remagen
Apollinariskirche Remagen

In Remagen selber können wir uns von der Informationsflut erholen. Einige von uns besichtigen die Innenstadt, andere die berühmte Apollinariskirche und wieder andere spazieren am Rhein entlang zur „Brücke von Remagen“ mit dem angeschlossenen Friedensmuseum.

Blick auf die Brücke von Remagen
Blick auf die Brücke von Remagen

Am Rheinufer relaxen viele von uns dann bei einem Eis und dem Kampf gegen die zahlreichen aufdringlichen Wespen.

Eisessen am Rhein in Remagen
Eisessen am Rhein in Remagen
Im Waldgasthaus Steinbach
Im Waldgasthaus Steinbach

Um 17:00 Uhr fahren wir Richtung Heimat. Unterwegs machen wir einen Abstecher zur Steinbachtalsperre, wo wir im Waldgasthof Steinbach zu Abend essen.

 

 

Gegen 21:00 Uhr treffen wir  wieder in Gey ein. Ein sehr informativer und schöner Tag geht zu Ende.

Ein besonderer Dank gilt unserem 1. Vorsitzenden, Friedel Sauer, für die hervorragende Organisation dieser gelungenen Informations-Fahrt!

Hier geht’s zur Bildergalerie: Bilder von der Informations-Fahrt.

 

Related Images:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.