Schöne Aussichten in Schmidt: Kein Kaffee in St. Mokka!

Wie immer während der Winterzeit-Regelung, treffen wir uns um 13:30 Uhr am Brunnenplatz in Gey. Wir, das sind unsere Wanderführerin Maria Pingen und sieben St. Mokka-Wanderwillige. Das Wetter ist trübe und wir befürchten, wieder einmal Opfer der Beregnungsanlage von Petrus zu werden.

Parkplatz an St. Mokka
Parkplatz an St. Mokka (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Wir fahren nach Schmidt und parken an St. Mokka. Eigentlich heißt die Kirche in Schmidt St. Hubertus. Aber weil sie wohl in der Nachkriegszeit mit Geldern des boomenden Kaffee-Schmuggels aufgebaut wurde, wird sie hier in der Gegend augenzwinkernd „St. Mokka“genannt.

Aussicht auf den Burgberg
Aussicht auf den Burgberg (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Von der Kirche aus gehen wir in die Nideggener Straße und biegen rechts in die Straße „Im Nachtigällchen“ ein und folgen anschließend dem Weg“ Im Wiesental“.

Am Ortsausgang haben wir bei aufklarendem Wetter  einen herrlichen Fernblick. Links von uns liegt Bergstein mit dem weithin sichtbaren Burgberg. In der Ferne sind die Windräder von Brandenberg und der Fernsehturm von Großhau zu erkennen.

Wegweiser
Wegweiser (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Überrascht sind wir von einem Wegweiser, der uns deutlich macht, dass wir auf einem internationalen Wanderweg unterwegs sind: Nach St. Mokka sind es 1 km, nach London 466 km, Paris ist 354 km entfernt und St. Petersburg 1818 km.  Wer nach Hong-Kong möchte, muss von hier aus 9214 km Luftlinie zurücklegen. Der Eigentümer ist vielleicht eine viel gereiste Person und bringt das damit zum Ausdruck.

Aussicht auf Burg Nideggen
Aussicht auf Burg Nideggen (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Nun wandern wir weiter und unser Blick fällt auf die erhaben wirkende Burg Nideggen und den gleichnamigen Ort. Weit hinten, am Horizont sind die Kraftwerke Frimmersdorf und Neurath mit den von ihren Kühltürmen erzeugten großen Wolken zu sehen. Kindern werden die Kraftwerke deshalb  schon mal als Wolkenfabrik „verkauft“.

An der Mariensäule
An der Mariensäule (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Nachdem wir die Hauptverkehrsstraße L 218 überquert haben, machen wir an der kleinen Mariensäule eine kurze Pause. Heimbach-Pilger haben diese Säule seinerzeit errichtet.

Weiter geht es zur Hubertushöhe und anschließend zur „Schönen Aussicht“. Dort haben wir nicht nur eine schöne, sondern eine atemberaubende Aussicht auf den Rursee, den Kermeter und die so genannte Liebesinsel.

Blick auf die Liebensinsel
Blick auf die Liebensinsel (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Wie bestellt kreuzt ein Schiff der Rurseeflotte die Liebesinsel.

Schiff an der Liebesinsel
Schiff an der Liebesinsel (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Noch ein kurzer Fußmarsch und wir erreichen wieder unseren Ausgangspunkt an der Hubertus-Kirche „St. Mokka“.

Ausstellung in St. Mokka
Ausstellung in St. Mokka (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Einige von uns besuchen die aktuelle Ausstellung in der Pfarrkirche: „Verschleppt, verhungert, verscharrt“. Eine beklemmende Dokumentation über den Massenmord an sowjetischen Kriegsgefangenen in der Nordeifel.

Am Altar von St. Mokka steht ein Bollerwagen mit Buxbaumzweigen und macht uns auf den Palmsonntag aufmerksam.

Palmsonntag in St. Mokka
Palmsonntag in St. Mokka (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
An Café Bosselbach
An Café Bosselbach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Kaffee gibt es in St. Mokka leider nicht. Deshalb fahren wir auf die andere Seite des Kalltals nach Vossenack und kehren dort in das Café Bosselbach ein, um den Wandertag gemütlich zu beschließen.

 

Vielen Dank an unsere Wanderführerin Maria Pingen!

In Café Bosselbach
In Café Bosselbach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Vielen Dank auch an Heinz-Dieter Hannes für die schönen Bilder und für den Text, der als Grundlage für diesen Bericht gedient hat.

Hier geht es zur Bildergalerie der Wanderung: Bilder von der Wanderung

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