Streckenlänge 1 Meter – Rund um den Blausteinsee

Siebzehn Wandervögel treffen sich am 01.05.2016 zu einer Rundwanderung um den Blausteinsee. Geparkt wird am Ortsausgang von Eschweiler-Dürwiß.

Wir gehen hinab Richtung See. Ein Wegweiser klärt uns auf: Links um den See herum braucht man einen Meter, rechts herum 5,1 km. Wir nehmen dann doch lieber die „längere“ Strecke.

Links herum nur 1 Meter
Links herum nur 1 Meter (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Ansprache des Wanderführers
Ansprache des Wanderführers (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Unserer Wanderführer informiert uns über die Entstehung und Namensgebung des Sees. Frage: Woher kommt der Name. Von blauen Steinen etwa?  Nein, von der alten Gemarkung Am blauen Stein nördlich von Dürwiß.

Im Jahre 1987 wurde im Tagebau Zukunft-West zwischen Eschweiler und Aldenhoven die letzte von 530 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Der letzte Absetzer verließ den Tagebau 1994.

Heute , viele Jahre später ist das Gelände sorgfältig rekultiviert. Rund um den Blausteinsee entstand ein Naherholungsgebiet, das wir heute erkunden wollen.

Blausteinsee
Blausteinsee (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Das 100 Hektar große und 45 Meter tiefe Gewässer wird von keinem Fluss oder Bach gespeist, sondern anfänglich durch Brunnenwasser der Rheinbraun, und jetzt ausschließlich durch Grund- und Niederschlagswasser.

Der See wird umgeben von einem breiten Grüngürtel mit Laubbäumen, Sträuchern und Wiesen. Ohne menschlichen Einfluss soll sich das Gebiet weiterentwickeln.

Auf dem Grüngürtel
Auf dem Grüngürtel (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Wir durchwandern diesen Grüngürtel in Richtung Fronhoven und genießen den ersten Seeblick. Weiter nördlich durchqueren wir die breite Mulde des Schlangengrabentales.

Seeblick
Seeblick (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Gedenkstein Langendorf (Foto: Hans-Dieter Hannes)
Gedenkstein Langendorf (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Unser Wanderweg führt uns an wiederhergestelltes fruchtbares Ackerland vorbei zum Gedenkstein von Langendorf. Dieser Ort ist einer von vielen, die dem Tagebau weichen mussten.  Langendorf wurde um 800, also bereits in der Frankenzeit gegründet. Vor der Umsiedlung und Abbaggerung 1958 /78 lebten dort 177 Einwohner.

Schlangenbachgraben (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Schlangenbachgraben (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Unser Rundwanderweg geht weiter durch das Schlangengrabental an Äckern und Wiesen vorbei in Richtung Freizeitzentrum.

Freizeitzentrum (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Freizeitzentrum/Seebühne (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Das Freizeitzentrum bietet: Schwimmen, Segeln, Rudern, Surfen, Tauchen und Gastronomie.

Blaue Steine an der Tauchplattform (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Blaue Steine an der Tauchplattform (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

An den Tauchplattformen entdecken wir die blaue Steine. Wirklich nicht groß genug für eine Namensgebung.

Im Jahre 2008 war die Fertigstellung der See-Bühne. Vor dieser Kulisse machen wir unser Gruppenfoto.

Im Mittelpunkt des See-Zentrums steht ein stilisierter Absetzer als Bauwerk der Tagebaufolgelandschaft.

Stilisierter Absetzer (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Stilisierter Absetzer (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Wir kehren  in der Gaststätte „Seehaus 53“ ein, wo unser Wanderführer Tische für uns reserviert hat.

Gestärkt von Kuchen und Eis geht es anschließend leicht bergan zum Parkplatz. In der Ferne ist das Kraftwerk Weisweiler zu sehen, das aus dem früheren Braunkohletagebau Zukunft-West beliefert wurde.

Vielen Dank an unseren Wanderfüher Reinhard Montzka für die vielen Informationen und die schöne Wanderung um den Blausteinsee!

Und ebenfalls vielen Dank an Heinz-Dieter Hannes für die Textgrundlage und die Fotos für diesen Bericht!

Hier geht es zur Bildergalerie: Bilder von der Rundwanderung um den Blausteinsee

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