Am Pranger

An der Nase Napoleons herumgeführt: Zur Burg Reinhardstein nach Belgien

Am 25.09.2016 treffen sich Marianne, Katharina, Henry und unser Wanderführer Ralf Abschlag am Brunnenplatz in Gey bei sonnigem Wetter. Über Mützenich geht es nach Robertville, wo wir an der Talsperre parken, um unsere Wanderung zur Burg Reinhardstein, die auch „Burg Metternich“ genannt wird,  zu beginnen.

Lac de Robertville
Lac de Robertville (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Obwohl die Staumauer unerwartet wegen Ausbesserungsarbeiten gesperrt ist, schaffen wir es, die andere Seite der Talsperre zu erreichen. Wir nehmen uns einfach die anderen Ausflügler zum Vorbild, die uns einen gangbaren Weg zeigen.

Auf der Staumauer
Auf der Staumauer (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Die Talsperre (Lac de Robertville) staut das Wasser der Warche. Sie wurde 1924 errichtet und dient als Trinkwasserreservoir der Stadt Malmedy.

Lac de Robertville
Lac de Robertville (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Pfad am Steilhang
Pfad am Steilhang (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Burg Reinhardstein
Burg Reinhardstein (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Am höchsten Wasserfall Belgiens
Am höchsten Wasserfall Belgiens (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Wir folgen dem schmalen Pfad entlang einem Steilhang. Der Fichtenwald gibt immer wieder herrliche Ausblicke in das Warchetal und auf die Burg Reinhardstein frei. Bald erreichen wir den höchsten Wasserfall Belgiens, der unmittelbar neben der Burg Reinhardstein 60 Meter in die Tiefe stürzt. Ein beliebter Ausflugsort für Jung und Alt.

Die Nase Napoleons
Die Nase Napoleons (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Nun geht es bergauf und unser Wanderführer Ralf führt uns an der Nase herum. Es ist die „Nase von Napoleon“ (Nez Napoleon), ein Felsvorsprung an einem Aussichtspunkt mit schönem Blick in das Tal der Warche.

Marianne tanzt Napoleon auf der NAse herum
Marianne tanzt Napoleon auf der Nase herum (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Wir steigen hinab zum Flüsschen und überqueren die Warche über eine Brücke, um auf der anderen Flusseite den Weg hinauf zur Burg zu nehmen.

Brücke über die Warche
Brücke über die Warche (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Burgführung
Burgführung (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
In Burg Reinhardstein
In Burg Reinhardstein (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
In Burg Reinhardstein
In Burg Reinhardstein (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Auf der Burg gibt es die verdiente Pausenstärkung. Um mehr über die Burg zu erfahren, nehmen wir an einer Führung teil. Die einzige „Eifel-Burg“ Belgiens steht hoch auf einem Felsvorsprung, der die Warche überragt. Sie wurde 1354 von Reinhard von Weismes für den Herzog Wenzeslas von Luxemburg erbaut. Die Burg wechselte bis zur Französischen Revolution oft die Besitzer. U.a. war sie im Besitz der Fürstenfamilie Metternich. Danach verfiel sie leider. Erst 1965 wurde sie durch den Brüsseler Professor Jean Overloop wieder aufgebaut. Die Burg beherbergt eine große Sammlung von Rüstungen, Trophäen, Wandteppichen, liturgischen Gewändern, sakralem Gerät und lebensgroßen handgeschnitzten Figuren.

In Burg Reinhardstein
In Burg Reinhardstein (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
In Burg Reinhardstein
In Burg Reinhardstein (Foto Heinz-Dieter Hannes)

Nach der beeindruckenden Besichtigung wandern wir zurück zum Parkplatz. Die Rückfahrt nach Gey unterbrechen wir in Imgenbroich, um uns dort noch mit einem leckeren Eis für unsere Wanderleistung zu belohnen.

Wer nicht dabei war, hat viel versäumt! Vielen Dank an unseren Wanderführer Ralf Abschlag! Und vielen Dank an Henry für die schönen Bilder und die gute Textvorlage!

Hier geht es zur Bildergalerie der Wanderung: Bilder von der Wanderung

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2 Gedanken zu „An der Nase Napoleons herumgeführt: Zur Burg Reinhardstein nach Belgien“

  1. Aus den wunderbaren Bildern und Beschreibungen ist das sog. Ostbelgien (Gebiet Euppen und Malmedy) zu ersehen, das nach meinem Kenntnisstand nach dem 1. Weltkrieg von Belgien annektiert wurde. Hier wird deutsch gesprochen. Können Sie aus Ihrer Sicht und Ihrer heimatlichen Nähe hierzu mir was sagen? Könnte man die dortige Situation in etwa mit der von Südtirol vergleichen?

    1. Hallo Herr Federer,
      konfliktreich war/ist insbesondere das flämisch-wallonische (Nord-Süd) Verhältnis in Belgien, weniger die ostbelgische deutschsprachige Gemeinschaft. Ich habe noch nicht bewusst wahrgenommen, das die deutschsprachige Gemeinschaft wieder/gern zu Deutschland will. Man kann das mit Tirol nicht vergleichen.
      Ich hoffe, wir sehen uns mal wieder in Höchenschwand. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.
      Herzliche Grüße
      Ronald Wasserrab

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