Am Brandenburger Tor

Frühjahrs-Cache: Hinab in die Weheschlucht

Keine rekordverdächtige Teilnehmerzahl, aber trotzdem viel Spaß hatten wir bei unserer Frühjahrs-Cache-Tour.
Wir, das sind 6 Erwachsene und ein Kind (Tilo) – teils reine Wanderer, aber auch Neugierige, die das GeoCaching einmal mitmachen und erleben wollen.

Nach kurzer Einführung in die Welt der GeoCacher starten wir am Parkplatz „Brandenburger Tor“ bei Hürtgen. Hier bekommen wir erste Hinweise zu unserem Cache-Ziel in der Weheschlucht. Wir suchen einen Multi-Cache mit 3 Wegpunkten, aus denen sich die Ziel-Koordinate zum Cache ermitteln lässt.

Start am Brandenburger Tor
Start am Brandenburger Tor (Foto: Ralf Abschlag)

Ein Beispiel:
Wie lang ist der Biberweg?
Wie lang ist die Hürtgener Runde?

Am Biberweg
Am Biberweg (Foto: Ralf Abschlag)

A ist die einstellige Quersumme vom Biberweg plus eins (Oh – was ist denn die einstellige Quersumme von???)

B ist die letzte Zahl vom Biberweg
C ist die letzte Zahl von der Hürtgener Runde plus zwei
D ist die erste Zahl von der Hürtgener Runde
N 50°42. (A – 2) (B – 2) ( D – 3) E 006°20. (A – 1) C (C – D)

Hier ist schon zu erkennen, dass man bei falscher Koordinaten-Ermittlung schnell fehlgeleitet wird, zumal bei solch einem Multi-Cache die ermittelten Werte immer wieder aufeinander aufbauen.

Der Weg führt uns hinab in das tief eingekerbte Tal der Weißen Wehe, die im Todtenbruch in Raffelsbrand, einem reaktivierten Hochmoor, entspringt und einige Kilometer weiter in die Wehebachtalsperre mündet und damit Trinkwasser für die Stadt Düren liefert.

Tilo
Tilo (Foto: Ralf Abschlag)

Am Wegpunkt 2 ermitteln wir anhand der Kilometerangaben auf den Richtungsschildern die Variablen E bis J und daraus resultierend den nächsten Wegpunkt 3.

Der Weg führt nun im Tal entlang der Weißen Wehe. Wir sehen erste Frühjahrsboten und viele Spuren der Biber, die hier in der 80ern ausgesetzt wurden und inzwischen heimisch sind.

Am Greuel-Kreuz (Foto: Ralf Abschlag)
Am Greuel-Kreuz (Foto: Ralf Abschlag)

Wegpunkt 3 ist ein Wegkreuz, das „Greuel-Kreuz“. Aus der Jahreszahl der Erneuerung und den vorab ermittelten Zahlen ermitteln wir die Ziel Koordinate des Cache-Verstecks.

Der Weg entlang der Weißen Wehe ist ab hier wegen des Wasserschutzes für den Wanderer gesperrt. Unsere Wanderung führt nun aus dem Wehetal hinaus durch Fichten- und Buchenwald stetig ansteigend zurück zum Parkplatz am Brandenburger Tor.

500m vor Erreichen des Parkplatzes müssen wir den Schatz abseits des Weges ansteuern.
Es ist immer wieder spannend, wenn man sich dem vermeintlichen Ziel nähert und im 10m-Umfeld der ermittelten Koordinate nach dem versteckten Cache sucht. Oft gibt es in der Cache-Beschreibung einen zusätzlichen, verschlüsselten Hinweis. In unserem Fall: „Nz shßr rvarf Onhzrf.“
… was nach dem ROT-13-Dechiffrierungsschlüssel: „Am Fuße eines Baumes.“ heißt.

Rot13

Am Caching-Ziel (Foto: Ralf Abschlag)
Am Caching-Ziel (Foto: Ralf Abschlag)

Nach kurzer gemeinsamer Suche haben wir dann auch den Schatz gehoben. In diesem Fall ein einfaches Röhrchen mit Logbuch, in das man seinen Fund mit Datum und Name eintragen kann.

Am Brandenburger Tor
Am Brandenburger Tor (Foto: Ralf Abschlag)

Wir beenden unsere Tour unter dem Brandenburger Tor und belohnen uns mit Kaffee und Kuchen im „Bosselbacher Hof“ in Vossenack, eine wirklich empfehlenswerte Adresse für einen gelungenen Tour-Abschluss.

Im Bosselbacher Hof (Foto: Ralf Abschlag)
Im Bosselbacher Hof (Foto: Ralf Abschlag)

Vielen Dank auch unseren Gast-Teilnehmern aus Arnoldsweiler, die mit Ihrer Teilnahme unsere kleine Truppe verstärkt haben.

Den Text hat unser Wanderwart Ralf  Abschlag geschrieben, der auch die Frühjahrs-Cache-Tour als Wanderführer geleitet hat. Vielen Dank!

Alle Bilder von der Früjahrs-Cache-Tour findest du hier: Bilder von der Frühjahrs-Cache-Tour

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