Unsere Wandervögel im Perlenbachtal

Isst man Bohnen im Fuhrtsbachtal? – Narzissenwanderung bei Höfen

Heute ist unsere diesjährige Narzissenwanderung angesagt. Um 10 Uhr treffen wir, 7 Erwachsene und unser Wanderführer Hubert Claßen, uns am Brunnenplatz in Gey. Gegen 11:00 Uhr parken wir am Parkplatz „Rothe Kreuz“ bei Höfen. Die zentral gelegenen, bekannten Parkplätze sind um diese Zeit bereits überfüllt.

Tümpel Nähe Antonius-Brücke
Tümpel Nähe Antonius-Brücke (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Wir wandern durch den Höfener Wald zur Antonius-Brücke. Vorbei geht es an einem Tümpel, und wir folgen schließlich dem Fuhrtsbach. Der hat mit den bekannten Bohnen-Auswirkungen nichts zu tun, hört sich nur so an. Wird aber auch anders geschrieben…

Im Fuhrtsbachtal
Im Fuhrtsbachtal (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Rast am "Unteren Steg"
Rast am „Unteren Steg“ (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Wir folgen dem Fuhrtsbach bis zu seiner Einmündung in den Perlenbach. Dem Perlenbach folgen wir nun bis zum „Unteren Steg“, wo wir gegen 13:00 Uhr Rast machen.

Der Perlenbach hat seinen Namen von den dort früher zahlreich vorkommenden Flussperlmuscheln. Ab dem 17. Jh. wurden die Bestände der Flussperlmuscheln systematisch nach Perlen abgesucht und damit erheblich dezimiert. Die Larven der Flussperlmuscheln sind auf das Vorhandensein genügend vieler Bachforellen angewiesen, weil sie die ersten Lebensmonate in den Kiemen junger Bachforellen leben (siehe hier: Artenschutzprojekt Flussperlmuschel in der Eifel).

Im Perlenbachtal
Im Perlenbachtal (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Heute existieren nur noch sehr wenig Flussperlmuscheln an geschützten (geheimen) Stellen im Perlenbach.

Narzissenblüte im Perlenbachtal
Narzissenblüte im Perlenbachtal (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Dafür gibt es umso mehr wilde Narzissen, für die die Täler des Fuhrts- und Perlenbachs weithin bekannt sind. Wegen dieser Narzissen sind wir und gefühlt tausende andere Menschen heute hier. Wir beenden die Rast, gehen weiter zum „Oberen Steg“, überschreiten den Jägersief, der in den Perlenbach mündet und befinden uns im Gelände des belgischen Militärgebietes „Lager Elsenborn Camp“. Der Perlenbach, der in Belgien entspringt, heißt dort übrigens Schwalmbach.

Auf dem Weg nach Belgien
Auf dem Weg nach Belgien (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Nun geht es den Jägersief Bachaufwärts und von dort zur Antoniusbrücke.

Im Perlenbachtal
Narzissenwanderung im Perlenbachtal (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Bald sind wir dann auch wieder am Parkplatz angekommen. Die Rückfahrt wird durch einen kurzen Stau vor Hürtgen behindert. Heute findet nämlich das Radrennen „Rund um Düren“ statt, und wir müssen warten, bis die Teilnehmer des Rennens unseren Heimweg komplett passiert haben.

Narzissenblüte und Seidelbast
Narzissenblüte und Seidelbast (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Narzissenblüte im PerlenbachUndFuhrtsbachtal
Narzissenblüte im PerlenbachUndFuhrtsbachtal (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Ein wettermäßig mäßiger, aber landschaftlich schöner Wandertag geht dem Ende zu.

Einen weiteren (zweiteiligen) Bericht über die Narzissenblüte der Eifel kannst du hier lesen:

Darf man schiessen, wo wilde Narzissen spriessen? – Narzissen-Wanderung im deutsch-belgischen Grenzgebiet (Teil I)

Wo Perlen im Bach und wilde Narzissen auf den Wiesen – Narzissen-Wanderung im deutsch-belgischen Grenzgebiet (Teil II)

Am 5-Wege-Kreuz
Am 5-Wege-Kreuz (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Vielen Dank an unseren Wanderführer Hubert Claßen, der genau den richtigen Sonntag für die Narzissenblüte erwischt hat!

Besonderen Dank auch an Heinz-Dieter Hannes für die Bilder und die Stichworte zur Wanderung, aus denen ich diesen Bericht „basteln“ konnte!

Hier geht es zur Bildergalerie: Bilder von der Narzissenwanderung

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