Gedenkstätte der alten Synagoge (Foto: Laurenz Pingen)

St. Martin, der Heilige Pütz und die jüdische Gemeinde Drove

Am 07.06.2015 treffen wir uns wie immer am Brunnenplatz. Insgesamt sieben Mitglieder machen die Tour mit. Heute geht es zu einer Besichtig nach Drove, wo uns Herr Nolden, Vorsitzender des Drover Geschichtsvereins, erwartet.

Herr Nolden führt uns zuerst durch die Drover Kirche und erklärt verschiedene Einzelheiten. Die Kirche ist dem Hl. Martin geweiht.  Sie ist schon sehr alt, wahrscheinlich aus fränkischer Zeit.

Matthiasaltar (Foto: Laurenz Pingen)
Matthiasaltar (Foto: Laurenz Pingen)

Der Hauptalter ist neogotischen Alters aus dem 19. Jh. Älter ist der Matthiasaltar, der aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts stammt und dessen untere Hälfte nur noch vorhanden ist. Dazu zwei Figuren der gekrönten Madonna mit dem Kinde. Der Baldachin der Kanzel steht einsam und ohne Unterbau.

Maria mit dem Kinde (Foto: Laurenz Pingen)
Maria mit dem Kinde (Foto: Laurenz Pingen)
Die Heilige Familie (Foto: Laurenz Pingen)
Die Heilige Familie (Foto: Laurenz Pingen)

Links von der Apsis  befindet sich eine Figuren-Gruppe, die die Hl. Familie in einem einfachen Stil darstellt. Der Künstler hat Josef mit alten Stiefeln abgebildet, als ob er gerade vom Feld käme.

Unten steht noch eine Pietà.

An der Pietà (Foto: Laurenz Pingen)
An der Pietà (Foto: Laurenz Pingen)

 

An der Infotafel "Römische Wasserleitung/HeiligerPütz" (Foto: Laurenz Pingen)
An der Infotafel „Römische Wasserleitung/HeiligerPütz“ (Foto: Laurenz Pingen)

Nun folgt ein Gang durch Drove: Die alte Motte, wo früher eine Burg gestanden hatte, welche von Wasserflächen umgeben war. Hierzu eine Tafel, auf der alles erklärt ist. Gleichzeitig wird auf den „Heiligen Pütz“ hingewiesen, an dem eine römische Wasserleitung ihren Anfang nahm, um eine römische Villa Rustica in Soller mit Wasser zu versorgen.

Gedenkstätte der alten Synagoge (Foto: Laurenz Pingen)
Gedenkstätte der alten Synagoge (Foto: Laurenz Pingen)

Herr Nolden zeigt uns einige alte Häuser und weist besonders auf die Häuser hin, in denen früher Juden gewohnt hatten. Auch das Haus, wo die Juden gesammelt wurden, um dann nach Lendersdorf und später in die Vernichtungslager transportiert zu werden. Vor dem 2. Weltkrieg gab es in Drove eine große jüdische Gemeinde. Ein Stein markiert die Stelle, an der damals die Synagoge gestanden hat.

Auf dem Judenfriedhof (Foto: Laurenz Pingen)
Auf dem Judenfriedhof (Foto: Laurenz Pingen)

Herr Nolden führt uns schließlich über den jüdischen Friedhof, der außerhalb des Ortes zwischen Drove und Thum liegt. Der Friedhof wurde von den Juden seit 1663 genutzt. In seinem Aufsatz von 1984 „Die Juden von Drove“ hat Heinrich Böll diesen Friedhof mehrfach erwähnt. Abschließend kehren wir noch in das „Drover Stübchen“ ein, um den gemütlich Tag ausklingen zu lassen.

Hier geht es zur Bildergalerie der Besichtigungstour: Bilder von der Drove-Tour

 

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