Hirschkampf

Vielweiberei ist anstrengend – Beobachtung der Hirschbrunft in Dreiborn

Seit zwei Jahren versuchen wir, die Hirschbrunft in Dreiborn zu beobachten. Das erste Mal waren wir zu früh und die Hirschbrunft hatte noch nicht begonnen. Das zweite Mal war das Wetter so schlecht, dass wir die Hirsche nur röhren hörten aber sie nicht sahen. Heute soll das anders werden.

Auf dem Parkplatz bei der Hiersch-Kick-Bud
Auf dem Parkplatz bei der Hiersch-Kick-Bud

Um 07:00 Uhr fahren wir bei Dunkelheit in Gey ab und gegen 07:45 Uhr erreichen wir den Parkplatz an der Hiersch-Kick-Bud (Hirsch-Beobachtungs-Bude). Es ist nun schon fast hell. 20-30 Leute kommen uns entgegen, die ihre Beobachtung bereits abgeschlossen haben.

In der Hiersch-Kick-Bud (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
In der Hiersch-Kick-Bud (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

In der tribünenartigen Hiersch-Kick-Bud stehen und sitzen bereits viele Leute mit ihren Ferngläsern und Kameras. Die allgegenwärtigen Ranger, die darauf achten, dass die Leute sich ganz leise verhalten und auch nicht versuchen, auf das freie Gelände näher an die Hirsche zu gelangen, haben Spektive aufgebaut, damit die Besucher die weiter entfernten Herden beobachten können.

In der Hiersch-Kick-Bud (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
In der Hiersch-Kick-Bud (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Renate und Peter sind bereits eine knappe halbe Stunde vor uns in der Hiersch-Kick-Bud angekommen und berichten, dass die Hirsche eben noch bis auf wenige Meter an der Beobachtungs-Bude waren. Sie haben sich mit zunehmendem Tageslicht weiter ins Tal zurückgezogen.

Der Platzhirsch mit seinen Damen
Der Platzhirsch mit seinen Damen

Trotzdem bleibt für uns und die teils von weit her angereisten Besucher genug zu beobachten. Viele Tiere tummeln sich auf der Dreiborner Hochfläche, die bis vor zehn Jahren, als die Belgier noch auf Burg Vogelsang stationiert waren, belgischer Truppenübungsplatz war.

Ein anderer Platzhirsch mit Harem
Ein anderer Platzhirsch mit Harem

Abtrünnige Hirschkühe werden immer wieder von ihrem Platzhirsch energisch zum Rudel zurückgetrieben. Einige Hirsche stehen oder liegen alleine auf der Hochfläche. Sie haben sich noch keine Damen erkämpft. Andere legen sich mit den Rudel-Chefs an, um Damen aus dem Rudel oder sogar den ganzen Harem zu ergattern. Vielweiberei ist eben sehr anstrengend!

Hirschkampf
Hirschkampf
Sieger und Verlierer
Sieger und Verlierer

Wegen der zum Fotografieren schlechten Lichtverhältnisse und der Entfernungen müssen bei der Aufnahmequalität leider Abstriche gemacht werden. Wie immer, können die Bilder per Mausklick vergrößert werden.

Mehr als eine Stunde verbringen wir in der Hiersch-Kick-Bud, bevor wir uns auf die geplante Wanderung begeben. Wir folgen der Panzerstraße Richtung Südwesten. Wegen der Hirschbrunft sind einige der Ausgänge auf die Hochfläche gesperrt. Die Tiere sollen während der Brunftzeit nicht gestört werden.

Weg auf der Dreiborner Höhe
Weg auf der Dreiborner Höhe

Der Weg führt uns nun über die Hochfläche, östlich am Müsauelsberg vorbei und hinunter Richtung Erkensrur. Bevor wir allerdings Erkensrur erreichen, biegen wir links in Richtung Waldkapelle ab. Am Wegesrand sehen wir viele Pilze, vor allem jede Menge Fliegenpilze.

Fliegenpilze bei Erkensrur
Fliegenpilze bei Erkensrur
Waldkapelle bei Erkensruhr
Waldkapelle bei Erkensruhr

In der Waldkapelle machen wir Rast. Anschließend geht es weiter bis nach Hirschrott, wo wir im Weißen Stein Kaffee trinken und Kuchen essen. Wie in den Vorjahren werden wir von der älteren, witzigen Besitzerin bedient. Ihre selbstgebackenen Kuchen schmecken köstlich.

Baumwurzel auf dem Schöpfungspfad
Baumwurzel auf dem Schöpfungspfad

Nach dieser größeren Pause machen wir uns an den Aufstieg zurück nach Dreiborn über den wild-romantischen Schöpfungspfad. Entlang des Weges stehen in unregelmäßigen Abständen Tafeln, die gewendet werden können. Auf der einen Seite steht ein Text aus der Bibel, auf der anderen ein Text aus der Weltliteratur. Die Texte beziehen sich auf die unmittelbare Umgebung.

Auf dem Schöpfungspfad
Auf dem Schöpfungspfad
Auf dem Schöpfungspfad
Auf dem Schöpfungspfad

 

 

 

 

 

Schieferabraum am Schöpfungspfad
Schieferabraum am Schöpfungspfad

Vorbei geht es an zwei Höhlen, die offensichtlich durch Schieferabbau-Maßnahmen entstanden sind.

Rast am Ende des Schöpfungspfades
Rast am Ende des Schöpfungspfades

Nach einer weiteren kurzen Rast am Ende des Schöpfungspfades geht es weiter über die Dreiborner Hochfläche. Wir queren den Müsauelsberg und erreichen gegen 15:45 Uhr wieder die Hiersch-Kick-Bud.

Warnschild am Müsauelsberg
Warnschild am Müsauelsberg

Weil die Hirschbrunft gegen Abend wieder gut zu beobachten ist, strömen viele Leute in die Beobachtungs-Station. Auch wir beobachten noch einmal für eine halbe Stunde das Geschehen in freier Natur.

Hirsche mit Hirschkühen
Hirsche mit Hirschkühen
Hirschkampf
Hirschkampf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hirsch mit seinem Harem
Hirsch mit seinem Harem

Nach einem langen, erlebnisreichen Wandertag fahren wir gegen 16:30 Uhr wieder Richtung Gey.

Hier geht’s zur Bildergalerie: Bilder von der Hirschbrunft und der Wanderung.

Und hier die Karte mit der Wandertour:

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Hirschbrunft in Dreiborn

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Hirschbrunft in Dreiborn: 50.554016, 6.385632

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2 Gedanken zu „Vielweiberei ist anstrengend – Beobachtung der Hirschbrunft in Dreiborn“

  1. Freut mich für euch, dass es endlich geklappt hat.
    Kaum aus dem Urlaub zurück und schon ist mein lieber Schwager wieder unterwegs. Aber schöne Bilder, wäre auch gerne dabei gewesen, aber bevor Chris mich wieder hätte einsammeln müssen, bin ich lieber zu Hause geblieben 🙂

    LG Heidi

    1. Hallo Heidi,
      danke für deinen Kommentar!
      Der Tag hat sich tatsächlich für jeden aus unserer Truppe gelohnt. Tolle Beobachtungen und eine wunderschöne Wanderung!
      Liebe Grüße von deinem Schwager
      Ronald

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